Ein Herbstwochenende in der Schwarzwaldmetropole. Die Greencity Freiburg und Hauptstadt des Breisgau überzeugt auf voller Linie – sowohl kulturell, kulinarisch und mit tollen Aussichten.

In diesem Beitrag verrate ich euch meine Lieblingsspots von Freiburg.

Genächtigt haben wir dieses Mal ganz untypisch für uns im Motel One. Wir waren mal wieder viel zu spät dran, was die Buchung angeht und dementsprechend gering war die Auswahl. Das Hotel war sauber, schön und wir hatten ein köstliches Frühstück. Die Parkplätze auf der Rückseite des Häuserblocks sind am Wochenende kostenfrei und die Lage ist top. Von hier aus startet unser Spaziergang durch das schöne Freiburg.

Freiburger Münster

Der Klassiker – kein Gebäude steht mehr als Wahrzeichen der Stadt wie das Freiburger Münster.

Anscheinend immer mit einem Gerüst verunstaltet (kennen wir Kölner vom Dom nicht anders) ragt die 116m hohe Turmspitze über die Altstadt. Das Münster steht im Zentrum der Stadt auf dem Münsterplatz und ist umringt von wunderschönen Altbauten, wie dem Hotel Rappen oder dem historischen Kaufhaus.

Wie überall im Süden der Nation, empfehle Butterbretzel als Köstlichkeit für Zwischendurch. Wer dazu noch eine kühle Süddeutsche Erfrischung möchte und das am besten noch mit toller Aussicht empfehle ich das Skajo. Neben der guten Küche hat dieses Lokal eine Dachterrasse mit perfektem Blick auf das Münster.

Samstags ist auf dem Platz buntes Markttreiben, was das pittoreske Bild dieses schönen Flecken Erde vervollständigt.

Lasst den Trubel unten auf der Straße und genießt eine spritzige Erfrischung über den Dächern der Stadt.

Freiburger Bächle

Mein geheimes Wahrzeichen von Freiburg sind die Bächle, die sich durch die Altstadt ziehen. Früher waren sie Teil der dualen Wasserversorgung der Stadt und heute verbreiten sie sommerlichen Flair. Leider fließt im Herbst kein Wasser durch die kleinen Kanälchen. Dies ermöglichte mir aber einen ganz besonderen Shot zu machen. #bächleblick

Im Sommer bieten die Bächle die perfekte Abkühlung an heißen Tagen. Sowohl die Einheimischen als auch die Touristen setzten sich mit ihren kühlen Getränken an die Bächle und halten die Füße hinein.

Funfact: wer versehentlich in die Bächle tritt, muss, der Legende nach, einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten.

Konviktstraße

Die wohl schönste Straße der Stadt ist die Konviktstraße. Sie besticht natürlich durch die Bächle aber auch die schönen Blauregen-Ranken, die über diese Gasse wachsen.

Die ehemalige Handwerksgasse wurde im Krieg komplett zerstört, danach aber liebevoll und detailgetreu wieder hergerichtet.

Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Shot erzielen und mich danach auf zum Münster machen, aber der Flair dieser Ecke hat mich sofort gepackt. Flaniert entlang und genießt einen leckeren Kaffee.

Auf einen Café Crème im Schwarzwild

Apropos Kaffee – in der Rubrik bester Kaffee der Stadt habe ich mich schlau gemacht und die Rösterei Schwarzwild gefunden. Sie liegt nur leicht außerhalb der Altstadt und bietet leckersten Kaffee allerbester Qualität.

Wie der Name vermuten lässt, röstet das Schwarzwild selbst und zwar einen perfekten Kaffee. Das rustikale Lagerambiente im Hinterhof lädt ein zu köstlichem Kaffee mit schön dicker Crema. Entgegen aller Kaffeetrends á la Flat White, Latte Macchiato oder ähnliches steh ich persönlich auf einen soliden Café Crème mit einem guten Schuss Vollmilch.

Vor Ort bekam ich eine gute Beratung und mir wurde für meinen Geschmack der Schwarzwild Café Crème aus 90% Arabica und 10% Robusta empfohlen. Er war super und macht aus Rösterei für mich eine absolute Empfehlung.

Hausbrauerei Feierling

Aufgeputscht durch einen gute Shot Kaffee geht’s zurück in die Altstadt, vorbei am Schwabentor zur Hausbrauerei Feierling.

Der Feierling liegt am Gewerbekanal und wird gut behütet durch das darin liegende Krokodil. Nur die mutigen, die sich an dem gefährlichen Wesen vorbei trauen, dürfen das herrliche Helle der Hausbrauerei genießen.

Gerade an kühleren Tagen kann ich im Feierling die Flädlesupp nur empfehlen. Wegen meiner schwäbischen Wurzeln bin zwar etwas voreingenommen, aber die Kombination aus einem frisch gezapftem kühlen „Halben“, einer wärmenden Flädlesupp und Herbstsonne kann schon verdammt viel.

Stadtpanorama vom Schlossbergturm

Nach all den Köstlichkeiten darf ein wenig Bewegung nicht schaden. Wer einen ganzheitlichen Blick über die GreenCity Freiburg will, kommt auf dem Schlossberg voll auf seine Kosten.

2002 wurde dort ein 33m hoher Aussichtsturm erbaut, allen die den Weg dahin bezwingen mit den Weiten des Breisgau belohnt. Übrigens werden auch die belohnt, die etwas „fauler“ sind, denn die können für einen Teil des Aufstiegs die Schlossbergbahn als Alternative nutzen. Diese startet im Stadtgarten und bringt euch für 5,50 € hoch und wieder runter.

Wer sich beim Auf- und/oder Abstieg weiterhin mit frischem Bier und Brezeln versorgen möchte kommt auch voll auf seinen Geschmack. Der Biergarten Kastaniengarten bietet den besten Ausblick auf die Stadt kombiniert mit kühlem Blonden. Überraschend war auch, dass der Biergarten damals auch Ende Oktober noch geöffnet hatte. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass es dort im Sommer voll werden kann.

Sunset-Shot an der Herz-Jesu-Kirche

Ein weitere schöner Fotostopp ist die Herz-Jesu-Kirche kurz nach Sonnenuntergang. Das Abendlicht tränkt die Umgebung ein warmes Rotgold.

Die, für Autos gesperrte, Wiwilli Brücke komplettiert das wunderschöne Abendbild und lädt Skater, Radfahrer und Spaziergänger ein zu einem gemütlichen Ausklingen.

Deftige Mahlzeiten im Keller des Martins‘ Bräu

Die letzte Empfehlung für den Abend und/oder dunklere Tage ist das Martin’s Bräu in Mitten der Altstadt von Freiburg.

Das Lokal liegt im Keller und braut seinen Gerstensaft natürlich selbst. Die Philosophie ist eine Verbindung der hippe Craft Beer Kultur mit der traditionellen süddeutschen Küche. Und das hört sich nicht nur gut an.

Nach Sonnenuntergang war genau das unser Ziel. Meine absolute Empfehlung ist das Badische Schäufele mit Kartoffelsalat (natürlich ohne Mayonnaise) und dazu ein Blond Ale – perfekt.

Fazit

Ich liebe die etwas „kleineren“ deutschen Städte, die Tradition und Moderne verbinden. Genau in diese Kerbe schlägt auch Freiburg. Eine wunderschönes Stadtbild in Mitten von sattem Grün. Pittoreske Gässchen umzingeln ein prächtiges Münster und überall plätschert das Wasser der Bächle.

Perfekter Kaffee, an jeder Ecke leckeres Bier und die köstlich-deftige Süddeutsche Küche runden das Gesamtkonzept Freiburg ab.

Liebes Freiburg – danke für ein unvergessliches Wochenende. Ich komme wieder, das ist gewiss.